Mittwoch, Mai 26, 2010

Vom Glück des Unglücks oder was das Berater-Leben so mit sich bringt

Ein König hatte einen Berater, dessen unerschütterlicher Optimismus ihm manchmal auf die Nerven ging. Eines düsteren Tages entglitt dem König das Schwert und trennte ihm den kleinen Zeh ab. Der König tobte vor Schmerz und Wut, vor allem über seine eigene Ungeschicklichkeit. Niemandem konnte er diesen Fehler anlasten.
Der Berater aber wollte ihn beruhigen:"Seid dankbar dafür. Ihr werdet sehen, dieses Unglück wird sich für Euch noch zum Glück wenden. Verlasst Euch darauf."
Das jedoch wollte der König nicht hören. Er wurde noch zorniger. Er entließ den Berater nicht nur aus seinen Diensten, nein, er ließ in in den Kerker werfen.

Die Tage gingen vorüber. Manchmal dachte der König an seinen respektlosen Berater - An Tagen wie jenen, an denen Sie gemeinsam zur Jagd geritten waren. Der König war allein im Dickicht, als er von Kriegern eines fremden Volkes überfallen wurde. Unbekannte schleppten ihn mit. Sie wollten ihn ihren Göttern opfern. Als der Schamane aber den verstümmelten Fuß des Königs sah, sagte er:"Es wäre ein Hohn für die Götter, dich als Opfer darzubringen!"

Und so ließen Sie den König laufen. Sofort eilte der König zum Kerker, kaum war er an seinem Hofe wieder angekommen. Er ließ seinen weisen Berater frei und bat ihn um Verzeihung.

Der aber lächelte nur:"Dass Ihr mich einsperren ließet, war reines Glück!" "Glück? Du nimmst mir meine Entscheidung nicht übel?" der König war mehr als erstaunt.
Der Berater lachte:"Ganz und gar nicht. Denn hätte ich Euch heute begleitet, hätten die Krieger mich auf dem Opfertisch verbrannt!"

Mittwoch, April 28, 2010

Neuer Podcast im Abenteuer Storytelling

Was haben Träume und Visionen mit Storytelling zu tun?

Wenn wir schlafen und träumen bewegen wir uns meistens in einer Geschichte. Doch wie ist es, wenn wir aufwachen? Sind die Träume die man gemeinhin so für sein Leben hat auch Geschichten?

Ich finde, sie sollten es sein. Geschichten geben Visionen Antriebskraft und Stärke. Das können wir nutzen. Dazu hören Sie in dieser Folge des Abenteuer Storytelling einige Anregungen und natürlich auch eine Geschichte - die Geschichte vom Träumer.
Viel Vergnügen.

Freitag, April 23, 2010

Der Träumer

Es war einmal ein Mann, der war ein Träumer.

Er dachte sich zum Beispiel: "Es muss doch möglich sein, zehntausend Kilometer weit zu sehen."

Oder er dachte sich: "Es muss doch möglich sein, Suppe mit der Gabel zu essen."

Er dachte: "Es muss doch möglich sein, auf dem eigenen Kopf zu stehen." und er dachte sich: "Es muss doch möglich sein, ohne Angst zu leben."

Die Leute sagten zu ihm: "Das alles geht doch nicht, du bist ein Träumer!" Und sie sagten: "Du musst die Augen aufmachen und die Wirklichkeit akzeptieren!"

Und sie sagten: "Es gibt eben Naturgesetze, die lassen sich nicht ändern!"

Aber der Mann sagte: "Ich weiß nicht... Es muss doch möglich sein, unter Wasser zu atmen. Und es muss doch möglich sein, allen zu essen zu geben. Es muss doch möglich sein, dass alle das lernen, was sie wissen wollen. Es muss doch möglich sein, in seinen eigenen Magen zu gucken."

Und die Leute sagten: "Reiß dich zusammen, Mensch, das wird es nie geben. Du kannst nicht einfach sagen: Ich will und deswegen muss es geschehen. Die Welt ist, wie sie ist, und damit basta!"

Als das Fernsehen erfunden wurde und die Röntgenstrahlen, da konnte der Mann zehntausend Kilometer weit sehen und auch in seinen eigenen Magen. Aber niemand sagte zu ihm: "Na gut, du hast ja doch nicht ganz Unrecht gehabt."

Auch nicht, als das Gerätetauchen erfunden wurde, so dass man problemlos unter Wasser atmen konnte. Aber der Mann dachte sich: "Na also. Da sage mir nochmal einer, dass Träume nicht Wirklichkeit werden können."

Mehr zur Träumen und Visionen gibt es im aktuellen Podcast im Abenteuer Storytelling.


(Quelle unbekannt)

Sonntag, März 28, 2010

BWB-Themenabend in KN: Storytelling im Unternehmen

Am Freitag, 18.06.2010 bin ich am Bodensee,
und noch viel besser, es geht um mein Lieblingsthema Storytelling.
Für Unternehmerinnen und Selbständige gibt es einen Abend voller Geschichten, Metaphern und die Fakten darum herum.

Denn: Ganz egal, ob wir einen Vortrag halten, uns präsentieren oder unser Business erklären - mit einer Geschichte bleiben wir viel besser im Gedächtnis als mit der Aufzählung aller Vorteile, die unsere Dienstleistung bietet.

Geschichten stellen Daten, Zahlen und Fakten in erlebbare Zusammenhänge und geben ihnen Sinn und Lebendigkeit. Geschichten ermöglichen das Lernen aus den Erfahrungen anderer. Das ist das Grundprinzip von Storytelling. Wie Sie das elegant für sich selbst und das eigene Marketing nutzen – das wird am Donnerstag ausprobiert.

Mit einfachen Methoden, etwas Kreativität und der Begeisterung für die eigene Arbeit können Sie aus einem Geschichtenrepertoire schöpfen, das Sie bisher nicht kannten, aber schon immer hatten. Geschichten machen Daten, Zahlen und Fakten lebendig und begeistern mehr als trockene Argumente.

Mittels Storytelling ist es möglich, Wissen weiterzugeben oder die Kreativität anzuregen, beispielsweise um für bestimmte Probleme eine Lösung zu finden. Am häufigsten dient Storytelling in Unternehmen strategischen Zwecken. Mit Geschichten kann man u.a. neue Werte vermitteln oder die Unternehmenskultur darstellen. Erzählt der Personaler dem neuen Mitarbeiter beispielsweise, dass der Firmengründer – inzwischen mehrfacher Millionär – bei jedem Besuch in der Produktionshalle den Boden nach Schrauben absucht und sie aufhebt, macht er dem Neuling dadurch klar: Wir sind sparsam. Auch der Chef spart, wo er kann. Solche Anekdoten wirken allerdings nur, wenn sie wahr sind. Für andere Situationen (z.B. Problemlösungsprozess) können erfundene Geschichten und Analogien besser geeignet sein.
Der Begriff "Geschichte" ist beim Storytelling weit gefasst. Grundsätzlich reicht er von der nüchternen Informationsweitergabe bis hin zur dramaturgisch hochwertigen, spannungsgeladenen Geschichte. In der Praxis lässt sich aber beobachten, dass auch Personen, die eher fakten- und datenorientiert sind, sehr ansprechend erzählen können, wenn sie sich für ein Thema begeistern.